Die Plateforme Traite trägt ihre Forderungen an Bundesrat Jans heran
Die Plateforme Traite hat am 30.05.2024 mit Vertreterinnen ihrer Mitgliedsorganisationen Bundesrat Beat Jans zu einem Austausch zur Besprechung der Situation von Opfer von Menschenhandel in der Schweiz getroffen. Das Treffen fand in den Lokalitäten der Opferschutzorganisation Astrée in Lausanne statt.
So braucht es dringendst einfacheren Zugang zu Aufenthaltsbewilligungen für Opfer von Menschenhandel, wenn sie in ihrem Herkunfts- oder im Dublin-Land nicht ausreichend geschützt sind und ebenso, damit sie für die strafrechtliche Verfolgung der Täterschaft mitwirken können, falls sie das wünschen.
Wie schon seit Jahren von Schutzorganisationen gefordert wird, sollten Menschen, die auf dem Weg in die Schweiz Opfer von Menschenhandel geworden sind, endlich Zugang zu Opferhilfeleistungen erhalten. Bis jetzt erhalten Opfer mit Tatort Ausland keinen Schutz und keine spezialisierte Unterstützung in der Schweiz. Sie bleiben mit den zahlreichen Folgen dieser massiven Straftat auf sich alleine gestellt.
Die Schutzorganisationen forderten zudem, dass der Bund mehr Druck auf die Kantone ausübt, damit diese Mindestanforderungen bezüglich der Identifizierung, dem Schutz und der Unterstützung von Opfer von Menschenhandel in jedem Kanton umsetzen. Denn noch sind die kantonalen Unterschiede riesig und reichen von Zugang zu spezialisierter Unterstützung bis zu fehlendem Zugang zu den in internationalen Konventionen vorgesehenen Rechten.
Die Mitglieder der Plateforme Traite hoffen, dass die Bundesbehörden auf diese Anliegen eingehen und diese Verbesserungsvorschläge rasch umsetzen!
Die Plateforme Traite ist ein schweizweites Netzwerk von nichtstaatlichen Organisationen, die Betroffene von Menschenhandel unterstützen. Sie wurde 2020 von der FIZ und drei anderen Organisationen (CSP Genève, Antenna MayDay Ticino und Astrée) gegründet. Weitere Informationen zur Plateforme Traite finden Sie hier: https://plattform-menschenhandel.ch/
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