Migrantinnen, die sexuelle Dienstleistungen anbie­ten, haben wenig Rechte und sind vielfältigen Diskriminierungen ausgesetzt.

Sexarbeit ist seit 1942 in der Schweiz legal und steht unter der verfassungsmässigen Wirt­schaftsfreiheit. Bei der Sexarbeit ist nicht die Person selbst Handelsware, sondern die sexuelle Dienstleistung. Personen, die sexuelle Dienstleistungen anbie­ten, haben wenig Rechte und sind vielfältigen Diskriminierungen ausgesetzt.
 
Eine Frau, von der bekannt ist, dass sie als Sexar­beiterin tätig ist, findet nur mit grosser Mühe eine Wohnung. Die Abwertung erschwert zudem den Ausstieg aus der Sexarbeit: Wer sich für eine andere Stelle bewirbt, muss einen lückenlosen Lebenslauf vorweisen können.
 
Es gibt Frauen, die als Opfer von Frauenhandel zur Sexarbeit gezwungen wer­den. Aber Sexarbeit ist nicht dasselbe wie Frauenhandel. Es gibt selbstbestimmte Sexarbeit. Selbstbestimmung in der Sexarbeit heisst, dass Sexarbeiterinnen selbst entscheiden, welche Dienst­leistung sie anbieten, welche Freier sie bedienen und wieviel ihre Dienstleistung kostet. Sie verfügen selbst frei über ihren Verdienst. Auch in den Fällen, in denen Sexarbeit aufgrund mangelnder Alterna­tiven als Überlebensstrategie ausgeübt wird, kann sie selbstbestimmt ausgeübt werden.
 

Downloads

Factsheet zu Sexarbeit
Q&A zu Sexarbeit
Handlungsbedarf
Bildungsmappe: "Sexarbeit ist Arbeit"
Interview mit FIZ Beraterin Chantal Riedo 

Replik auf Berichterstattung vom Sonntagsblick (2018)
Debatte mit der Zürcher Frauenzentrale zu Sexarbeit (2016)
Lange Replik auf Zürcher Frauenzentrale zu Sexarbeit (2016)
Diskussionspapier: Die Sexarbeit aus feministischer Perspektive (2014)
Lagebericht zum Sexgewerbe in der Stadt Zürich (2013)
Referat, Fachstelle für Gleichstellung Zürich: Der Umgang mit der Sexarbeit (2013)
Der Strich im Bild: Input von Nicole Aeby (2012)

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