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85 Schweizer NGOs fordern besseren Schutz für Opfer von Menschenhandel im Asylbereich

85 Schweizer NGOs fordern besseren Schutz für Opfer von Menschenhandel im Asylbereich

Über 85 Schweizer NGOs unterstützen den alternativen Bericht zuhanden der Expertenkommission des Europarates zur Bekämpfung des Menschenhandels (GRETA). Er zeigt auf, wo die Schweiz Lücken in der Umsetzung der Europaratskonvention aufweist.

Ein Schwerpunkt des Berichts liegt auf den Missständen im Asylbereich. Zwar wurden in den letzten Jahren vermehrt Betroffene von Menschenhandel im Asylbereich erkannt; die Lücken im Opferschutz treten dadurch jedoch umso deutlicher zutage: Die NGOs fordern den raschen Aufbau von klaren und bindenden Abläufen im Asylbereich und im Rahmen Dublin, um Betroffenen adäquat zu Schützen und den Zugang zu ihren Opferrechten zu gewähren.

Nach wie vor fehlen spezialisierte Schutzstrukturen für Betroffene von Kinderhandel und Menschenhandel zwecks Arbeitsausbeutung wird in vielen Fällen noch nicht einmal als solcher erkannt. Auch hier fordern die NGOs staatliches Handeln, um die Zahl der Identifizierungen zu erhöhen und den Schutz sowie die Unterstützung der Opfer sicherzustellen.

Kantonal unterschiedliche Handhabungen des Opferschutzes und der Opferhilfe für Betroffene von Menschenhandel führen weiterhin zu Ungleichbehandlungen und Diskriminierungen, etwa bei der Anwendung des non-punishment Prinzips. Gemäss diesem Prinzip wird von einer Strafe abgesehen, wenn die Tat unter dem Einfluss der Menschenhändler begangen wurde. Auch die Finanzierung von spezialisierten Opferschutzprogrammen ist nach wie vor nicht kostendeckend. Die NGOs fordern kantonal einheitliche und bindende Minimalstandards im Opferschutz und Opferunterstützung.

Erstellt wurde der Bericht von einer Arbeitsgruppe bestehend aus Antenna MayDayAmnesty InternationalAstrée, CSP Genève, FIZ Fachstelle Frauenhandel und FrauenmigrationKinderschutz Schweiz, NGO Koordination Post Beijing SchweizSchweizerische Flüchtlingshilfe und Terre des Femmes.

Lesen Sie den Bericht hier (english).
Lesen Sie die Forderungen hier (english).



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Grosses Verfahren zu Menschenhandel am Regionalgericht Berner Jura-Seeland

Grosses Verfahren zu Menschenhandel am Regionalgericht Berner Jura-Seeland

Ein wichtiges Zeichen in einem der grössten Menschenhandelsprozesse: Die Täterin wurde in 75 Fällen des Menschenhandels schuldig gesprochen und zu 10.5 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt.


Am 2. Juli 2018 begann am Regionalgericht in Biel ein grosses Menschen­handels­verfahren mit insgesamt 88 mutmasslichen Opfern thailändischer Herkunft. FIZ Makasi betreut einige der Opfer. Mittlerweile ist das Urteil bekannt: In 75 Fällen des Menschenhandels wurde die Täterin schuldig gesprochen und zu 10.5 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Offen bleibt dabei die Frage nach der Zukunft der Opfer. Die FIZ fordert, dass der Staat seiner Verantwortung für den Schutz der Menschenhandelsopfer auch nach Ende des Strafverfahrens nachkommt.

Lesen Sie die FIZ Medienmitteilung zum Verfahren.
Lesen Sie die FIZ Medienmitteilung zum Urteil.

Verschiedene Medienbeiträge zum Verfahren:
2.7.2018, SRF 1 / Schweiz aktuell, Von der Armut ins Rotlichtmilieu
3.7.2018, Tages-Anzeiger Online, Thailänderin steht wegen 88-fachen Menschenhandels vor Gericht 
11.7.2018, Der Bund Online, Menschenhändlerin in Biel zu 10.5 Jahren verurteilt
11.7.2018, Radio SRF 3, Ein Signal an das kriminelle Milieu
12.7.2018, Der Bund Online, Ihre Opfer leiden bis heute
 



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Infobus zum Thema Menschenhandel machte Halt in Zürich

Infobus zum Thema Menschenhandel machte Halt in Zürich

Vom 28. bis 30. Juni 2018 machte der Informationsbus zum Thema Menschenhandel der IOM Halt auf dem Hechtplatz in Zürich.

Um Menschenhandel aufzudecken, braucht es ein geschultes Auge. Die Kampagne "Schau hin!" sensibilisiert deshalb mit einem Informationsbus zum Thema Menschenhandel, welcher für ein Jahr die ganze Schweiz durchquert und die Bevölkerung über die Thematik informiert.

Vom 28. bis 30. Juni 2018 hat der Informationsbus zum Thema Menschenhandel der IOM Halt auf dem Hechtplatz in Zürich halt gemacht.  Zum Auftakt des Busses gab es einen öffentlichen Anlass am 28. Juni auf dem Hechtplatz mit Regierungsrätin Jaqueline Fehr und Mitgliedern des runden Tisches gegen Menschenhandel.

Der nächste Halt findet vom 13.-14. August in Chur statt.
Mehr Infos zum Infobus finden Sie hier. www.18oktober.ch/de/informationsbus

 

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Menschenrechte stärken!

Menschenrechte stärken!


NEIN zur Selbstbeschneidungsinitiative der SVP!

Voraussichtlich kommt die Initiative im November zur Abstimmung. Mit über 100 PartnerInnenorganisationen kämpft die FIZ gegen die Annahme dieser gefährlichen Vorlage. Die NEIN-Kampagne ist lanciert: Wir bitten um Ihre Unterstützung für die Menschenrechte in der Schweiz.

Die FIZ ist Teil der Allianz der Zivilgesellschaft / Schutzfaktor M, die sich politisch und gesellschaftlich für den Erhalt des Menschenrechtsschutzes in der Schweiz engagiert. Ziel der aktuellen Kampagne ist es, dass die so genannte SVP-Selbstbestimmungs-Initiative abgelehnt wird, denn sie greift im Kern den Schutz der Menschen- und Grundrechten an. Der Gang an den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) in Strasbourg soll faktisch verhindert, resp. wirkungslos gemacht werden. Das Bundesgericht würde in seiner Rolle als oberste Hüterin der Grundrechte entmachtet.

Alle bisherigen Umfragen deuten auf einen knappen Ausgang hin. Um in der Öffentlichkeit gut sichtbar zu sein, benötigt die Nein-Kampagne mindestens 150'000 Fr.

Mit Ihrer heutigen Spende geben Sie ein klares Signal: "Wir kämpfen für den Rechtsstaat und die Menschenrechte!".

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FIZ Jahresbericht 2017

FIZ Jahresbericht 2017

Der neue FIZ Jahresbericht ist erschienen. Die Fallzahlen der Interventionsstelle für Opfer von Frauenhandel FIZ Makasi bewegen sich weiterhin auf hohem Niveau: 2017 wurden 228 Fälle betreut. Ein hoher Anstieg ist bei Asylfällen zu verzeichnen: über ein Drittel der neuen Fälle betrifft Asylsuchende.
Die FIZ Beratungsstelle für Migrantinnen hat im Jahr 2017 insgesamt 299 Migrantinnen un­terstützt. Viele von ihnen haben komplexe Lebenssituationen, in denen Gewalterfahrun­gen oft mit aufenthaltsrechtlichen Abhängigkeiten verbunden sind. Informieren Sie sich über unsere Aktivitäten im letzten Jahr.

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SRF Kontext zu Menschenhandel in der Schweiz

SRF Kontext zu Menschenhandel in der Schweiz

Was unternimmt die Schweiz, um Betroffene von Menschenhandel besser zu schützen? In der Sendung Kontext von SRF Schweizer Radio und Fernsehen nimmt die FIZ Stellung, schildert ihre Sicht auf die aktuelle Lage und weist auf Lücken im Opferschutz hin. Reinhören lohnt sich!

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