News&Events

SEXARBEIT IST ARBEIT. Jetzt  Appell unterzeichnen!

SEXARBEIT IST ARBEIT. Jetzt Appell unterzeichnen!

Für die Rechte von Sexarbeitenden. Denn: Only Rights Can Stop the Wrongs. Zusammen mit Partnerorganisationen, Beratungsstellen für Sexarbeitende, Sexarbeitenden, PolitikerInnen und weiteren UnterstützerInnen soll der Appell ein gemeinsames Zeichen gegen die Kriminalisierung und für eine Entstigmatisierung von Sexarbeit setzen.

HIER GEHTS ZUM APPELL

Wollen wir die Gleichberechtigung der Geschlechter? Ja. Wir wollen sie für alle. Wir wollen sie auch für diejenigen Menschen, die im Sexgewerbe arbeiten. Die Entscheidung, sexuelle Dienstleistungen gegen Geld anzubieten, muss den Sexarbeitenden offenstehen.

Die Sexarbeit ist ein legales Gewerbe. Dies will die aktuell laufende Kampagne «Für eine Schweiz ohne Freier. Stopp Prostitution» ändern. Bestraft werden sollen die Kunden, die eine Dienstleistung kaufen wollen. Dies führt zu einer absurden Situation – die Sexarbeitenden dürften zwar ihr Gewerbe betreiben, aber ihre Kunden machten sich strafbar.

So wird das Gewerbe in die Illegalität abgedrängt. Im Verborgenen können sich die Sexarbeitenden schlecht gegen Ausbeutung und Gewalt wehren. In der Illegalität sind auch diejenigen Menschen nicht erreichbar, die Sexarbeit unter Zwang ausüben: Opfer von Menschenhandel.

Die Würde aller Menschen ist zu wahren. Auch jene von Menschen, die gesellschaftlich stigmatisierte Arbeiten ausführen.

Gleichberechtigung heisst gleiche Rechte für alle Menschen. Auch für Sexarbeitende. Sie haben das Recht auf Selbstbestimmung und Gewerbefreiheit.

Geschlechtsspezifische Gewalt und Menschenhandel sind nicht dasselbe wie Sexarbeit. Ein Sexkaufverbot erschwert den Kampf gegen Menschenhandel und den Schutz von Opfern von Gewalt.

Darum

  • Keine Stigmatisierung von Sexarbeitenden!
  • Faire und selbstbestimmte Arbeitsbedingungen für Sexarbeitende!
  • Kein Verbot des Kaufs von sexuellen Dienstleistungen!
  • Verbesserter Schutz vor Gewalt für Sexarbeitende!

Bis jetzt unterstützen 141 Sexarbeitende diesen Appell. Aus verständlichen Gründen wollen nicht alle mit vollen Namen und einige nur anonym aufgeführt werden.

Unterstützen Sie den Appell. Besuchen Sie die Webseite.

Tages-Anzeiger, 5.8.2018: "Hört auf, uns zu belehren!"



Schliessen
Mehr Infos

FIZ Projekt "Stark mit Peers" lanciert

FIZ Projekt "Stark mit Peers" lanciert

"Stark mit Peers", das neue Projekt der FIZ Beratung für Migrantinnen, ist gestartet! Darin informieren Sexarbeiterinnen bzw. Peer-Frauen andere Sexarbeiterinnen über wirksame Schutzmassnahmen gegen Straftaten sowie über Beratungs- und Unterstützungsangebote.

Ziel des Projekts ist es, Sexarbeiterinnen vor Straftaten im Zusammenhang mit ihrer Arbeit zu schützen und sie über die vorhandenen Unterstützungsangebote zu informieren. Erreicht werden sollen vor allem junge Frauen, Frauen, die neu in der Sexarbeit tätig sind, sowie Frauen, die neu im Raum Zürich arbeiten. Mit finanzieller Unterstützung des Bundesamts für Polizei fedpol, der Stadt Zürich und des Lotteriefonds des Kantons Zürich wird das Projekt u.a. realisiert. 

Im der ersten Jahreshälfte 2018 hat die FIZ Beratung für Migrantinnen vier erfahrene Sexarbeiterinnen verschiedener Communities gesucht und sie im Rahmen von Initial-Workshops auf ihre Arbeit als Peer-Frauen vorbereitet.
Seit Juni 2018 sind die vier Peer-Frauen nun während ca. acht Stunden pro Monat „im Feld“ tätig. Sie treten im Umfeld, in welchem sie sich beruflich selber bewegen (Kontaktbars, sexgewerbliche Etablissements, einschlägige Orten im öffentlichen Raum, u.a.) mit anderen Sexarbeiterinnen in Kontakt. Sie informieren ihre Berufskolleginnen im Rahmen von Peer-to-Peer-Gesprächen über wirksame Schutzmassnahmen gegen Straf­taten im Zusammen­hang mit der Arbeit. Zudem vermitteln sie Informa­tionen zu den Beratungs­angeboten der FIZ sowie zu anderen Beratungs- und Unterstützungs­ange­boten für Sexarbeiterinnen. Bei Bedarf begleiten die Peer-Frauen Sexarbeiterinnen zur FIZ oder zu einem anderen Angebot.

Um den Zugang zur Beratung für betroffene Sexarbeite­rinnen zu erleichtern, führen die FIZ Beraterinnen auf Vermittlung der Peer-Frauen auch Beratungen ausserhalb der FIZ durch.
Monatlich findet ein zweistündiges Treffen von Peer-Frauen und FIZ Beraterinnen statt. Es werden Erfahrungen ausgetauscht und Schwierigkeiten besprochen. Gemeinsam wird ein Infoblatt zu wirksamen Schutz­massnahmen gegen Straf­taten erarbeitet. Zudem wird der FIZ Flyer für Sexarbeiterinnen überarbeitet.

Im Oktober 2019 wird das Projekt gemein­sam mit den Peer-Frauen im Rahmen von Abschluss-Workshops ausgewertet und ein allfälliges Anschlussprojekt wird konzipiert.

Schliessen
Mehr Infos

Arbeit als Liebe. Liebe als Arbeit

Arbeit als Liebe. Liebe als Arbeit

Arbeit als Liebe. Liebe als Arbeit. ist eine Videoarbeit von Brigitte Dätwyler und Lena Maria Thüring, die in enger Zusammenarbeit mit der FIZ entstanden ist. zu sehen und zu diskutieren am 31. Oktober und 14. November im Haus Konstruktiv.

Mit fünf Klientinnen der FIZ, die in der Care-Arbeit tätig sind, führten die Künstlerinnen Workshops durch, um aus deren Lebens- und Arbeitsalltag,aus Gesten und Bewegungen, eine Choreografie zu entwickeln und diese filmisch zu dokumentieren.

Das Haus Konstruktiv zeigt die Videoarbeit mit anschliessender Gesprächsrunde:

Mittwoch, 31. Oktober 2018, 18 Uhr: mit Damian Christinger (Kurator), Katharina Brandl (Kunsthistorikerin) und Esther Straub (Kantonsrätin, Pfarrerin)
Mittwoch, 14. November 2018, 18 Uhr: mit Damian Christinger (Kurator), Anke Hoffmann (Kulturwissenschaftlerin),  Chantal Riedo (FIZ Beratungsstelle für Migrantinnen) und Sarah Schilliger (Soziologin).

Hier geht's zum Flyer des Haus Konstruktiv.

Schliessen
Mehr Infos

85 Schweizer NGOs fordern besseren Schutz für Opfer von Menschenhandel im Asylbereich

85 Schweizer NGOs fordern besseren Schutz für Opfer von Menschenhandel im Asylbereich

Über 85 Schweizer NGOs unterstützen den alternativen Bericht zuhanden der Expertenkommission des Europarates zur Bekämpfung des Menschenhandels (GRETA). Er zeigt auf, wo die Schweiz Lücken in der Umsetzung der Europaratskonvention aufweist.

Ein Schwerpunkt des Berichts liegt auf den Missständen im Asylbereich. Zwar wurden in den letzten Jahren vermehrt Betroffene von Menschenhandel im Asylbereich erkannt; die Lücken im Opferschutz treten dadurch jedoch umso deutlicher zutage: Die NGOs fordern den raschen Aufbau von klaren und bindenden Abläufen im Asylbereich und im Rahmen Dublin, um Betroffenen adäquat zu Schützen und den Zugang zu ihren Opferrechten zu gewähren.

Nach wie vor fehlen spezialisierte Schutzstrukturen für Betroffene von Kinderhandel und Menschenhandel zwecks Arbeitsausbeutung wird in vielen Fällen noch nicht einmal als solcher erkannt. Auch hier fordern die NGOs staatliches Handeln, um die Zahl der Identifizierungen zu erhöhen und den Schutz sowie die Unterstützung der Opfer sicherzustellen.

Kantonal unterschiedliche Handhabungen des Opferschutzes und der Opferhilfe für Betroffene von Menschenhandel führen weiterhin zu Ungleichbehandlungen und Diskriminierungen, etwa bei der Anwendung des non-punishment Prinzips. Gemäss diesem Prinzip wird von einer Strafe abgesehen, wenn die Tat unter dem Einfluss der Menschenhändler begangen wurde. Auch die Finanzierung von spezialisierten Opferschutzprogrammen ist nach wie vor nicht kostendeckend. Die NGOs fordern kantonal einheitliche und bindende Minimalstandards im Opferschutz und Opferunterstützung.

Erstellt wurde der Bericht von einer Arbeitsgruppe bestehend aus Antenna MayDayAmnesty InternationalAstrée, CSP Genève, FIZ Fachstelle Frauenhandel und FrauenmigrationKinderschutz Schweiz, NGO Koordination Post Beijing SchweizSchweizerische Flüchtlingshilfe und Terre des Femmes.

Lesen Sie den Bericht hier (english).
Lesen Sie die Forderungen hier (english).



Schliessen
Mehr Infos

Grosses Verfahren zu Menschenhandel am Regionalgericht Berner Jura-Seeland

Grosses Verfahren zu Menschenhandel am Regionalgericht Berner Jura-Seeland

Ein wichtiges Zeichen in einem der grössten Menschenhandelsprozesse: Die Täterin wurde in 75 Fällen des Menschenhandels schuldig gesprochen und zu 10.5 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt.


Am 2. Juli 2018 begann am Regionalgericht in Biel ein grosses Menschen­handels­verfahren mit insgesamt 88 mutmasslichen Opfern thailändischer Herkunft. FIZ Makasi betreut einige der Opfer. Mittlerweile ist das Urteil bekannt: In 75 Fällen des Menschenhandels wurde die Täterin schuldig gesprochen und zu 10.5 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Offen bleibt dabei die Frage nach der Zukunft der Opfer. Die FIZ fordert, dass der Staat seiner Verantwortung für den Schutz der Menschenhandelsopfer auch nach Ende des Strafverfahrens nachkommt.

Lesen Sie die FIZ Medienmitteilung zum Verfahren.
Lesen Sie die FIZ Medienmitteilung zum Urteil.

Verschiedene Medienbeiträge zum Verfahren:
2.7.2018, SRF 1 / Schweiz aktuell, Von der Armut ins Rotlichtmilieu
3.7.2018, Tages-Anzeiger Online, Thailänderin steht wegen 88-fachen Menschenhandels vor Gericht 
11.7.2018, Der Bund Online, Menschenhändlerin in Biel zu 10.5 Jahren verurteilt
11.7.2018, Radio SRF 3, Ein Signal an das kriminelle Milieu
12.7.2018, Der Bund Online, Ihre Opfer leiden bis heute
 



Schliessen
Mehr Infos

Infobus zum Thema Menschenhandel machte Halt in Zürich

Infobus zum Thema Menschenhandel machte Halt in Zürich

Vom 28. bis 30. Juni 2018 machte der Informationsbus zum Thema Menschenhandel der IOM Halt auf dem Hechtplatz in Zürich.

Um Menschenhandel aufzudecken, braucht es ein geschultes Auge. Die Kampagne "Schau hin!" sensibilisiert deshalb mit einem Informationsbus zum Thema Menschenhandel, welcher für ein Jahr die ganze Schweiz durchquert und die Bevölkerung über die Thematik informiert.

Vom 28. bis 30. Juni 2018 hat der Informationsbus zum Thema Menschenhandel der IOM Halt auf dem Hechtplatz in Zürich halt gemacht.  Zum Auftakt des Busses gab es einen öffentlichen Anlass am 28. Juni auf dem Hechtplatz mit Regierungsrätin Jaqueline Fehr und Mitgliedern des runden Tisches gegen Menschenhandel.

Der nächste Halt findet vom 13.-14. August in Chur statt.
Mehr Infos zum Infobus finden Sie hier. www.18oktober.ch/de/informationsbus

 

Schliessen
Mehr Infos

Menschenrechte stärken!

Menschenrechte stärken!

NEIN zur Selbstbeschneidungsinitiative der SVP!

Voraussichtlich kommt die Initiative im November zur Abstimmung. Mit über 100 PartnerInnenorganisationen kämpft die FIZ gegen die Annahme dieser gefährlichen Vorlage. Die NEIN-Kampagne ist lanciert: Wir bitten um Ihre Unterstützung für die Menschenrechte in der Schweiz.

Die FIZ ist Teil der Allianz der Zivilgesellschaft / Schutzfaktor M, die sich politisch und gesellschaftlich für den Erhalt des Menschenrechtsschutzes in der Schweiz engagiert. Ziel der aktuellen Kampagne ist es, dass die so genannte SVP-Selbstbestimmungs-Initiative abgelehnt wird, denn sie greift im Kern den Schutz der Menschen- und Grundrechten an. Der Gang an den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) in Strasbourg soll faktisch verhindert, resp. wirkungslos gemacht werden. Das Bundesgericht würde in seiner Rolle als oberste Hüterin der Grundrechte entmachtet.

Alle bisherigen Umfragen deuten auf einen knappen Ausgang hin. Um in der Öffentlichkeit gut sichtbar zu sein, benötigt die Nein-Kampagne mindestens 150'000 Fr.

Mit Ihrer heutigen Spende geben Sie ein klares Signal: "Wir kämpfen für den Rechtsstaat und die Menschenrechte!".

Jetzt Spenden.

UN Slavery Report 

Schliessen
Mehr Infos

FIZ Jahresbericht 2017

FIZ Jahresbericht 2017

Der neue FIZ Jahresbericht ist erschienen. Die Fallzahlen der Interventionsstelle für Opfer von Frauenhandel FIZ Makasi bewegen sich weiterhin auf hohem Niveau: 2017 wurden 228 Fälle betreut. Ein hoher Anstieg ist bei Asylfällen zu verzeichnen: über ein Drittel der neuen Fälle betrifft Asylsuchende.
Die FIZ Beratungsstelle für Migrantinnen hat im Jahr 2017 insgesamt 299 Migrantinnen un­terstützt. Viele von ihnen haben komplexe Lebenssituationen, in denen Gewalterfahrun­gen oft mit aufenthaltsrechtlichen Abhängigkeiten verbunden sind. Informieren Sie sich über unsere Aktivitäten im letzten Jahr.

Mehr Infos

SRF Kontext zu Menschenhandel in der Schweiz

SRF Kontext zu Menschenhandel in der Schweiz

Was unternimmt die Schweiz, um Betroffene von Menschenhandel besser zu schützen? In der Sendung Kontext von SRF Schweizer Radio und Fernsehen nimmt die FIZ Stellung, schildert ihre Sicht auf die aktuelle Lage und weist auf Lücken im Opferschutz hin. Reinhören lohnt sich!

Mehr Infos